Frage 277 · Bundesweite Frage
Eine Frau, die ein zweijähriges Kind hat, bewirbt sich in Deutschland um eine Stelle. Was…
Original auf Deutsch (so steht die Frage im echten Test)
Eine Frau, die ein zweijähriges Kind hat, bewirbt sich in Deutschland um eine Stelle. Was ist ein Beispiel für Diskriminierung? Sie bekommt die Stelle nur deshalb nicht, weil sie …
- A kein Englisch spricht.
- B zu hohe Gehaltsvorstellungen hat.
- C keine Erfahrungen in diesem Beruf hat.
- D Mutter ist. ✓ Richtige Antwort
Erklärung
Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Deutschland liegt Diskriminierung vor, wenn eine Person aufgrund geschützter Merkmale wie Geschlecht, Schwangerschaft oder damit verbundenem Elternstatus benachteiligt wird. Eine Stellenverweigerung allein deshalb, weil die Bewerberin Mutter ist, stellt eine unzulässige Diskriminierung dar. Im Gegensatz dazu sind fehlende Sprachkenntnisse, überhöhte Gehaltsforderungen oder fehlende Berufserfahrung arbeitsbezogene, zulässige Gründe, um einen Bewerber abzulehnen.
Tipps
- Achten Sie auf den Ausdruck „nur deshalb“, der mit einem geschützten Merkmal (Geschlecht, Schwangerschaft/Elternschaft, Alter, Behinderung, Religion/Weltanschauung, Rasse/ethnische Herkunft, sexuelle Identität) verbunden ist.
- Streichen Sie Optionen, die legitime arbeitsbezogene Kriterien (Fähigkeiten, Qualifikationen, Erfahrung, Gehaltsvorstellungen) anführen.
- Wenn Sie unsicher sind, bedenken Sie, dass der Elternstatus im Zusammenhang mit Schwangerschaft/Geschlecht geschützt ist, während leistungsbezogene Gründe in der Regel akzeptabel sind.
